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Susanne Zemrosser

Die kleine galerie lädt zur Ausstellung

Heute werde ich Schmetterlinge sehen…

Susanne Zemrosser

Vernissage:    Mittwoch, 02.10.2019, 19 Uhr

Eröffnung:    Mag. Sonja Kato-Mailath-Pokorny

Die Ausstellung ist bis Donnerstag, den 24. Oktober 2019 zu sehen.

Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag von 11 – 19 Uhr,

Sa nach Terminvereinbarung

kleine galerie ganz groß

72 Jahre im Zeichen der Kunst

 

FOTOS DER VERNISSAGE AM 2. OKTOBER 2019

 

Download Text Mag.a Sonja Kato-Mailath-Pokorny zur Ausstellung

 

 Download Einladungskarte
Download Presseinformation

Download Pressefotos

Download Jahresprogramm 2019

Kleine Galerie - eine Geschichte Text von Ulrich Gansert, 2012
Eine kleine Geschichte der Kleinen Galerie - Text von Alfred Gerstl

 

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72 Jahre im Zeichen der Kunst


Aus den Bildern entstanden dann zwei Werke mit dem Titel „Godess“ .
In den stillen Raum, gebildet von Tropfen kamen zwei weibliche Figuren, frontal, beschützend, in starker Präsenz, in sich den Gedanken der Empathie und Liebe vereinend.

Als künstlerischer Mensch sehe ich mich in einer Gemeinschaft mit dem Publikum. Das Werk „spricht“ zu den Menschen, es entsteht eine Verbindung, eine Einladung einzutreten in einen Raum, der uns mit uns selbst in Berührung bringen kann. Dafür braucht es Stille und Zeit.

In der Wiederholung in den Tropfen-Bildern, auch in den „Blattgesängen“ , liegt etwas Beruhigendes, ein Rhythmus, der entspannt, der immer weiter fortgeführt und – gedacht werden kann, der sich am Rande des Werkes noch weiter in den Raum dehnt, eine atmende stille Präsenz.

Ich sehe ein Bild nur scheinbar unbewegt, wie eine Täuschung, hinter welcher sich Bewegung, Rhythmus, verbergen, die sich über das Gemalte hinaus erweitern, um uns zu erreichen und ihre Bewegung in uns fortsetzen. Eine Resonanz auf der Herzensebene.

Ein künstlerisches Leben zu leben ist für mich völlige Durchdringung, kein Bereich, der nicht von ihr erfüllt ist. Es ist ein Brennen, dass keinen Kompromiss kennt, bedingungslos und mit Hingabe.
Es schließt die hohe Freude, sowie den Schmerz ebenso mit ein, wie Lachen, Tränen, Trauer, Hoffnung, Trost, Mut, alles, womit uns das Leben zu formen gedenkt.


Susanne Zemrosser, Wien, 23. September 2019

Stille

Stille ist für mich etwas sehr Lebendiges, kein Stillstand, keine Starre.
In ihr weitet sich etwas, sie ermöglicht uns eine ganz besondere Wahrnehmung und Erfahrung, jenseits von Gedanken und Worten.
Ich wünsche mir, dass meine Bilder erfahren werden, weniger gedacht und erzählt.
Gedanken und Worte sind begrenzt und hindern uns an der Unmittelbarkeit und Kraft, in die uns Stille
führt.
Mein Schaffen entsteht aus der Stille, Stille begleitet das Werk und führt in die Stille.

Schönheit

Schönheit hat nichts mit Oberflächlichkeit zu tun, vielmehr umfasst sie alles:
Die Freude, die Trauer, den Schmerz, den Verlust, das Lachen und Weinen, die Nacktheit der Verzweiflung, den Trost, Licht und Dunkelheit, Höhe und Tiefe.....alle Aspekte unseres menschlichen Daseins. Aus all dem webt das Leben ein Gewebe einer Schönheit, die aus der Tiefe strahlt, in der wir Authentizität spüren, die uns erschüttert und die uns atemlos macht.

Resonanz

Alles hat die Tendenz sich mitzuteilen, so auch das Werk.
Es wirkt aus sich heraus und tritt in eine Kommunion mit den Menschen ein. Es entsteht vielleicht so etwas wie ein inneres Gespräch, etwas sehr Intimes, Einzigartiges. Im besten Fall berührt und bewegt es etwas in uns, öffnet und erweitert uns, macht uns mehr lebendig.

Rhythmus und Form

Die „Blattgesänge“ haben ihren Ursprung in den fantastischen, sich ständig zu neuen Formationen verändernden Schwärmen der Vögel, hier besonders der Stare, und der Fische und in der Musikalität und dem Rhythmus, der ihnen innewohnt.
So sind auch diese Blattgesänge wie eine musikalische Komposition. 
Nur scheinbar willkürlich, jedoch in Achtsamkeit gesetzte „Töne“, die sich zu einem Bild zusammenfügen, aber gleichzeitig auch schwebend sind, nicht hermetisch, sondern offen, tanzend und schwingend über die Bildfläche hinaus.

Ich bin überzeugt, dass wir selbst in uns Rhythmus und Musik haben und, dass wir durch äußere Anreize in Schwingung gebracht werden, dass wir selbst Teil einer großen Musik sind.

Natur

Als Teil dieser und aufs Engste mit allem verbunden, ist sie meine große Quelle, die mich immer und immer staunen lässt, in der ich meinen Platz finde und die mich bescheiden werden lässt.

Susanne Zemrosser, 23. September 2019