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Susanne Riegelnik

(Bilder für Vergrößerungen bitte anklicken)

Geboren in Budapest, lebt in Wien.

Seit 1983 laufend Ausstellungen im In- und Ausland Mitarbeit an mehreren Kinderbüchern

1993 Besuch der internationalen Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg bei Hermann Nitsch.

Einzelausstellungen der Satellitenbilder (Auswahl):

  • 1995 Europahaus Budapest
  • 1997 Österr. Kulturinstitut Bratislava
    Galerie Art Bureau, St. Petersburg
  • 1998 Österr. Kulturinstitut Rom        
    Galerie Curtze, Wien
  • 1999 Siemens, Linz
  •  2004 Galerie M-Art, Wien
  • 2007 Galerie Splitter Art, Wien
  • 2008 kleine galerie, Wien  


Zu den Satellitenbildern von Susanne Riegelnik  

Die Malerei von Susanne Riegelnik bezieht sich prinzipiell auf zwei Ebenen, welche  die gesamte Bedeutungsstruktur in zwei divergierende Richtungen bestimmen. Einerseits arbeitet sie geographische Formationen, Stadtpläne, Landkarten als zeichnerische Basis für ihre Bilder auf, andererseits malt sie par excellence „malerische“ Strukturen, wobei die wieder erkennbare ursprüngliche Form eines Stadtplans oder einer Landkarte durch die Farbe und durch die koloristischen Spannungen völlig verschwindet, beziehungsweise nur als Erinnerung erscheint. Besonders die letzten Bilder zeigen die Tendenz zu einer immer malerischeren, immer weniger zeichnerischen Formauffassung auf, welche durch die Intensivierung der Farbwirkung realisiert wird.  
Lóránd Hegyi  

In der Verdichtung von Städten und Ländern wird der Raum der Tatsache zu einem Raum der Illusion, in dem Helligkeit und Dunkelheit nicht mehr als Gut und Böse zu deuten sind. Die Künstlerin nimmt ihren Städten und Landstrichen ihre Inhalte, sie haben keine Eigenschaften mehr, werden nicht mehr bewertet, weder nach ihrer architektonischen Handschrift noch nach ihrem sozialen Gefüge. Sie sind weder hässlich noch schön, weder arm noch reich. Sie erzählen keine Geschichten und haben selbst auch keine. Anhaltspunkte geben ihre abstrakten Bildtitel. Diese Werke zeugen in ihrer feinen Ästhetik von einer starken Einwirkung des Unterbewusstseins; in ihnen spiegelt sich verhalten Verdrängtes und Beobachtetes wieder. Auf diesem Feld der Interpretationsmöglichkeiten hat der Mensch keine Bedeutung mehr. Er könnte in einer Welt, deren Dimensionen er nicht mehr erfasst, die Kontrolle verlieren. Anonymität und Distanz als Schutz vor Intimität und Verletzbarkeit. So ist es sicherlich besser, nicht zu tief einzudringen und der Stadt ihre Eigendynamik und Autonomie zu belassen. Die Vorzeichnung mit Bleistift dient als technisches Gerüst, durch Druck werden Acryltropfen direkt aus der Flasche über die Malfläche dirigiert. Das bedeutet wochenlange Arbeit unter schwerem körperlichem Einsatz. Geballte Konzentration hundertfach wiederholter, gestischer Malbewegung. Ein Mikrochip einer technoiziden, rätselhaften Welt mit ungewisser Zukunft. Bewusste Negation aller Emotionalität, dadurch bewusste Infragestellung derselben.  
Burghart Schmidt