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Adolf Frohner

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12. März 1934 – 24. Jänner 2007

1934 Adolf Frohner wird in Groß-Inzersdorf in Niederösterreich geboren

1946 Besuch des Gymnasiums des Zisterzienserstifts Zwettl

1948 Besuch des Piaristengymnasiums in Krems (bis 1952)

1952 Übersiedlung nach Wien

1953 Frohner besucht eine Fachschule für Wirtschaftswerbung (bis 1955)

1954 Gasthörer an der Akademie der bildenden Künste in Wien, besucht den Abendakt bei Herbert Boeckl; als Künstler ist Frohner Autodidakt

1955 Frohner arbeitet als Werbegrafiker beim Verband der Elektrizitätswerke (bis 1959); nach autodidaktischen Malereien, orientiert an Paul Cézanne, Pablo Picasso, Juan Gris, Fernand Léger, Oskar Schlemmer und Paul Klee, kommt Frohner zur frei gestikulierenden Malerei, dem Tachismus sowie der Aktionsmalerei – nun so genannt nach dem Aktionismus, in den sie später mündet

1959 Frohner ist als Kunstkritiker für zwei ideologisch gegensätzliche Zeitungen tätig: Volksblatt und Volksstimme, in der Volksstimme unter dem Pseudonym Georg Hart

1961 Frohner arbeitet als freier Maler und Grafiker; UNESCO-Stipendium für Paris, veranlasst durch Herbert Boeckl; Frohner knüpft dort Kontakte zur Gruppe „Nouveaux Réalistes“ um Pierre Restany

1962 Dreitägige Einmauerung zusammen mit Otto Muehl und Hermann Nitsch; diese führt zu Schwierigkeiten mit den Behörden sowie mit Zivilpersonen; ab diesem Zeitpunkt spricht man vom „Wiener Aktionismus“; nach der Einmauerung verweigert Frohner jede Art eines bürgerlichen Berufs

1964 Auftrag der Gemeinde Wien für 16 Sgraffitoflächen für eine städtische Wohnhausanlage in Wien

1967 Teilnahme an der Biennale des Jeunes Artistes in Paris (gemeinsam mit Walter Pichler und Richard Kriesche); nachdem Frohner das Bild Die Flucht Jean Dubuffet widmet, kommt es zur ersten Begegnung der beiden; ein reger Briefwechsel und zahlreiche Besuche sind die Folge

1969 Frohner nimmt an der Biennale von São Paulo teil, die ihm große internationale Beachtung bringt

1970 Personale auf der Biennale von Venedig (21 großformatige Ölbilder); ab diesem Zeitpunkt kommt es zur Zusammenarbeit mit renommierten Galerien

1972 Berufung als außerordentlicher Hochschulprofessor für Aktzeichnen an die Hochschule für angewandte Kunst in Wien; Austritt aus der Künstlervereinigung Secession und Präsident der neu gegründeten Gegensecession, die von der Vereinspolizei wieder aufgelöst wird, da sie völlig untätig ist und nicht einmal „Amtsbriefe“ beantwortet

1976 Frohner wird Ordentlicher Hochschulprofessor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien; Mitglied der Hörer- und Sehervertretung und des Kuratoriums im ORF für die Sparte Kunst (bis 1980); Auftrag für zwei Wandbilder für das Internationale Zentrum (UNO-City) in Wien; Besuch bei Guyla Halász Brassaï in Paris

1979 Leiter der Abteilung Allgemeine Kunstlehre und Kunsterziehung an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien (bis 1981)

1985 Frohner wird Leiter der Meisterklasse für Malerei an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien

1987 Leiter der Abteilung Bildende Kunst an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien (bis 1999)

1989 Stellvertretender Rektor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien (bis 1991)

1990 Öffentlicher Auftrag für den Brunnen vor dem Bundesamtsgebäude im 19. Wiener Gemeindebezirk

1993 Auftrag der Wiener Linien zur Gestaltung einer 40 Meter langen Wand in der U-Bahnpassage am Wiener Westbahnhof: 55 Schritte durch Europa

1995 Wandbild am Flughafen Wien-Schwechat: Der ewige Traum vom Menschen

1996 Prorektor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien

1998 Ordentlicher Universitätsprofessor für Malerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien

1999 Leiter des Instituts für Bildende Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien (bis 2004)

2002 Emeritierung als Institutsvorstand am Institut für Bildende Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien; Frohner ist als Emeritus weiterhin Teil des Lehrkörpers und betreut die Meisterklasse für Malerei weitere drei Jahre (bis 2005)

2007 Gemeinsam mit dem Niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll erfolgt der Spatenstich zum Forum Frohner, ein Neubau im Gebäudekomplex des neu adaptierten ehemaligen Minoritenklosters Krems-Stein

Adolf Frohner stirbt völlig unerwartet Eröffnung Forum Frohner im ehemaligen Minoritenkloster Krems-Stein